Nachbereitung

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Für die Nachbereitungseinheit können zwischen einer und vier Stunden zur Verfügung stehen. Die Zeit dient einerseits dazu, Eindrücke des Besuchs erneut Revue passieren zu lassen, in der Zwischenzeit eventuell aufgetauchte Fragen zu besprechen, mögliche Follow-up-Projekte anzudenken und andererseits Übungen bzw. Workshops einzubauen (siehe Konzeptvarianten bzw. Workshops).

Ein zweieinhalbstündiger Rundgang durch die Gedenkstätte beinhaltet oft mehr Information als ein Mensch in dieser Zeit bewusst aufnehmen kann. Wenn der Besuch in der Gruppe mit einigem zeitlichen Abstand nachbesprochen wird, entsteht jedoch fast immer ein umfassendes Gedankenmosaik, das oftmals Beobachtungen einschließt, die während der Begleitung gar nicht zur Sprache kamen.

Der Besuch der Gedenkstätte hat im Optimalfall Interesse an der Thematik bei den Jugendlichen hervorgerufen. Dieses Interesse gilt es jetzt produktiv aufzugreifen. Dies sollte darauf abzielen zu verdeutlichen, dass sich die Geschichte des Lagers Mauthausen nicht außerhalb ihrer eigenen Umgebung abspielte, sondern mit dieser eng verwoben war und ist. Das Interesse an Geschichte ist immer dann am größten, wenn die eigene Erfahrungswelt betroffen ist.