Vorbereitung

Druckversion

Eine Vorbereitungseinheit bietet Gelegenheit, die Gruppe und ihre BegleiterInnen kennenzulernen, Vorwissen abzuklären und Interesse zu wecken. Die produktivste Gruppengröße liegt bei 15-20 Personen. In einem solchen Rahmen besteht die Möglichkeit, die Jugendlichen individuell zu fordern, für ihre Fragen zur Verfügung zu stehen und einer kritischen Auseinandersetzung Raum zu geben. Beginnend mit der Vorbereitung sollten bis zur Nachbereitung möglichst viele Anknüpfungspunkte, die von den Jugendlichen aufgegriffen werden können, integriert sein.

In den letzten Jahren haben mehrfach Gruppen die KZ-Gedenkstätte besucht, deren Betreuungspersonen hofften, dadurch dem grassierenden Rassismus, manchmal auch gefestigten rechtsradikalen Anschauungen begegnen zu können. Im Zuge einer Vorbereitung zeigt sich, ob dies ein Motiv für den Gedenkstättenbesuch ist und falls dies zutrifft, muss klar gemacht werden, dass der Besuch einer Gedenkstätte für sich noch keine katharsische Wirkung entfaltet. Bereits mehrfach wurden die Besuche ganzer Gruppen durch revisionistische und feindselige Haltungen Einzelner völlig entwertet. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ist als Teil der historisch-politischen Bildung Unterrichtsprinzip und daher häufig nicht auf den Geschichtsunterricht beschränkt. Es ist gewinnbringend, Anknüpfungspunkte aus anderen Fächern, wie z.B. dem Deutsch-, Musik- oder Englischunterricht mit einzubeziehen. Die Fragen der Jugendlichen, die im Rahmen der Vorbereitungseinheit aufgekommen sind, sollten beim Besuch der KZ-Gedenkstätte in die inhaltliche Auseinandersetzung miteinbezogen werden.